Pressemitteilung

Talente gesucht!

  • 29.01.2013

„Ihr habt die Kunst – wir haben die Bühne“ – eineinhalb Stunden wird die rheinische Kirchentagsbühne in Hamburg am 4. Mai freigeräumt. Auf welche Bewerbungen hofft Ihr?

Wir wollen den Kirchentagsbesuchern und -besucherinnen eine Bühne bieten, die gerne etwas Künstlerisches präsentieren würden, aber zum Beispiel über Musik-, Theater- und Kleinkunst-Bewerbungen beim Kirchentag keine Chance haben. Wir sind davon überzeugt, dass unter den Kirchentagsteilnehmenden viele kleine und große Talente sind, die möglicherweise sogar noch nie auf die Idee gekommen sind, sich mit ihrem Können in diesem Rahmen zu zeigen. All diese Menschen und Gruppen wollen wir mit unserer Aktion motivieren. Wir haben uns gesagt: Wenn wir schon so eine schöne Bühne an einem tollen zentralen Platz wie Planten und Blomen haben, dann wollen wir sie auch richtig nutzen bzw. für andere nutzbar machen.

„Soviel du brauchst“: Was braucht es für die Bewerbung?

Für die Bewerbung brauchen wir eine genaue Beschreibung, was präsentiert werden soll und welche Technik mitgebracht bzw. benötigt wird. Wichtig ist, dass keine großen Bühnenumbauten notwendig sind. Es soll alles so unkompliziert wie möglich sein. Am besten wäre es, wenn zum Beispiel Musiker einfach ihre Instrumente an unsere Backline anstöpseln und gleich loslegen können. Mikrofone werden wir organisieren. Große Soundchecks sollte man nicht einplanen. Die Zuschauer wollen ja unterhalten werden, und da darf es keine lange Pausen zwischen zwei Auftritten geben.

Egal ob Einzelne oder Gruppe, je Auftritt gibt es genau acht Minuten?

Ganz genau! Nach acht Minuten wird der Strom abgestellt! Wir kennen das Konzept zumindest aus der Kölner Theaterszene, wo es seit längerem Formate wie „Kunst gegen Bares“ oder „Kalker Kunstrasen“ gibt. Von daher wissen wir, dass es funktioniert und sich Künstler durchaus an solche Zeitvorgaben halten können. Das macht vielleicht auch gerade den Reiz aus. Die Veranstaltung werde ich zusammen mit einer Kabarett-Kollegin moderieren – ich bin davon überzeugt, wir schaffen es, auf charmante und witzige Art, die Künstler und Künstlerinnen in ihrem Zeitrahmen zu halten, ohne dass sich jemand auf den Schlips getreten fühlt.

Und am Ende kürt das Publikum einen Sieger. Was braucht es, um die Nase vorn zu haben?

Tja, das entscheiden letztlich die Zuschauer und Zuschauerinnen. Die Erfahrung zeigt, dass gerne gelacht wird – also gute humoristische, kabarettistische Beiträge sind bestimmt gerne gesehen. Aber wenn da plötzlich jemand Kunststücke auf einem Instrument vollbringt, mit einer tollen Singstimme beeindruckt oder mit Worten in einer Lesung von Gedichten und eigenen Texten die Zuschauenden in den Bann zieht, das hat natürlich nicht weniger Chancen. So was ist sehr spannend und nicht vorhersehbar.

Darf man wirklich keine Tomaten schmeißen?

Nein! Keine Tomaten! Wir wollen die Menschen, die sich auf unsere Bühne trauen, nicht fertig machen. sondern wertschätzen und unterstützen. Konzepte wie „Linus Talentprobe“ im Kölner Tanzbrunnen, wo die Künstler oder Künstlerinnen ausgebuht werden, mögen viele witzig finden – wir sind aber der Meinung, dass jede und jeder Applaus verdient, der oder die sich auf so eine große Bühne traut. Und die Qualität wird sich garantiert am Applauspegel widerspiegeln. Das reicht doch. Da braucht man keine Tomaten.

Warum habt Ihr die Talentprobe auserkoren?

Unsere Bühne steht ja in Planten und Blomen, mitten in einem Park, der zum Verweilen und Ausruhen einlädt. Das haben wir aufgegriffen und wollen mit unserer Bühne eine Art Oase bieten, in der man einfach nur chillen kann, aber auch Inspiration, Information, Anregung und Unterhaltung findet. Und für die Unterhaltung sollen am Samstagnachmittag eben die Besucher und Besucherinnen selbst sorgen – übrigens nicht nur die aus dem Rheinland.Wer etwas Künstlerisches auf dem Kirchentag beitragen will, hat normalerweise die Chance, sich über Musik, Theater, Kleinkunst als Mitwirkendengruppe zu bewerben. Da fallen aber auch immer viele durch’s Netz bei der Masse an Bewerbungen – und garantiert sind das nicht qualitativ schlechtere Angebote. Aber es gibt da vielleicht Namen, die besser „ziehen“ weil sie schon bekannter sind?! Wir wollten unser Augenmerk auf die „Unbekannteren“ setzen, die auch mal eine Bühne haben sollen. Und außerdem hoffen wir, dass die Einzelpersonen oder Gruppen, die bei uns auftreten, alle ihre Freunde als Fanclub mitbringen und es so richtig schön voll wird vor unserer Bühne.

Bewerbungen sind bis 15. März möglich.