Pressemitteilung

Missbrauch beklagt, Mission angekündigt

  • 14.07.2010

„Es ist uns von Jesus Christus selbst aufgetragen, alles Volk zum Glauben einzuladen“, sagte er der 62-jährige Theologe heute vor der Presse in Düsseldorf: „Als rheinische Kirche ist es uns wichtig, auch in Zukunft missionarisch Volkskirche zu sein. Dafür müssen wir uns stärker engagieren.“

Der Präses im O-Ton: …stärker für Mission engagieren

Deswegen beteilige sich die zweitgrößte EKD-Gliedkirche 2011 am „Jahr der Taufe“, das unter Federführung der westfälischen Kirche vorbereitet werde. Dazu soll es in den rheinischen Kirchenkreisen Tauffeste und Erinnerungsfeiern geben. „Wir wollen Menschen dazu einladen, sich und ihre Kinder taufen zu lassen oder sich ihrer eigenen Taufe zu vergewissern.“

Außerdem werde die rheinische Kirche „Kurse zum Glauben“ anbieten – 2011/2012 bis zu 200 solcher Kurse, die auf missionarischem Engagement der EKD fußen. Beides seien „ehrgeiziges Projekte“, er halte sie für „unverzichtbar“, denn „sowohl mit dem ,Jahr der Taufe’ wie mit der konzertierten Aktion zu ,Kursen zum Glauben’ nehmen wir noch einmal ganz deutlich unseren Kernauftrag, aber auch unsere Kernkompetenz in den Blick“.

Die Kurse dürften nicht als „missionarisches Lasso“ missverstanden werden, so Vizepräses Petra Bosse-Huber, vielmehr richteten sie sich an Erwachsene, die nicht mehr kirchlich geprägt aufgewachsen sind und eine große Offenheit für den Glauben haben. „Wir haben noch viel vor, bis der Himmel offen ist“, sagte die Theologin in Anspielung auf den rheinischen Slogan „Vom offenen Himmel erzählen“.