Die Ortswahl ist Programm. Der diesjährige Sozialpolitische Aschermittwoch fand im „KD 11/13 – Zentrum für Kooperation und Inklusion“ in Altenessen statt. Teil des Zentrums ist auch ein Café, das die Menschen aus dem Stadtteil zum Verweilen einlädt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Kindergarten, an dessen Zaun ein Banner hängt: „Der Essener Norden ist bunt“ – daneben die Logos von evangelischen Kirchengemeinden, katholischen Pfarrgemeinden und islamischen Moscheevereinen, außerdem sind die Arbeiterwohlfahrt und weitere Kulturvereine mit ihren Logos abgebildet. Diese Szenerie spiegelt den gesellschaftlichen Wandel wider, für den auch Altenessen steht. Migrantinnen und Migranten bringen ihre Kultur und Religion mit, die Arbeitswelt wandelt sich, im Ruhrgebiet wird keine Kohle mehr abgebaut. Wie kann eine Gesellschaft, die sich so stark verändert, noch zusammenhalten oder einen neuen Zusammenhalt finden? Welche Rolle können die Kirchen in diesem Stadtteil spielen? Ist es Rückbau und Krise oder Chance und Möglichkeit, Neues zu schaffen?