Wer segnet? Wer oder was wird gesegnet? Schon bei diesen einfachen Fragen beginne das Thema, erklärt Christian Nell-Wunsch. Der Landespfarrer für Kirche mit Kindern findet liturgische Themen ohnehin spannend. Er erinnert daran, dass bei evangelischen Christinnen und Christen der Segen zu den wenigen Elementen mit möglicher Berührung gehört. Zu den weiteren Aspekten des Themas zählt er die Frage, was sich Kinder unter Segen vorstellen, ob sie ihn für mystisch halten oder für etwas Verborgenes. Vor allem aber: wie sie ihn erleben.
Segenssymbole – etwa ein Erinnerungsstein in der Hosentasche oder das sorgsam Selbstgebastelte in der Schultasche – sind weitere Hinweise darauf, dass der Segen (nicht nur) für Kinder in den Alltag gehört. So war es früher viel eher üblich und gewöhnlich, dass Eltern ihre Kinder beim Verlassen des Hauses Richtung Kindergarten, Schule, Ausbildungsplatz segneten: „Ich wünsche Dir einen fröhlichen Tag. Gott behüte Dich!“ Warum eigentlich nur früher, fragt Nell-Wunsch.
Eingeladen sind alle Interessierten
Der Kindergottesdiensttag richtet sich an alle ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitende in der Kirche mit Kindern. Aber nicht nur: Auch Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer sowie sonstige Interessierte sind herzlich eingeladen, wie Landespfarrer Nell-Wunsch betont.
Der Tag beginnt mit dem Gottesdienst. Am Vormittag und Nachmittag gibt es jeweils zahlreiche Arbeitsgruppen, die sich inhaltlich-kreativ mit dem Segens-Thema beschäftigen. Dabei geht es u.a. auch um die Frage, ob bzw. wie die Menschen Gott segnen dürfen oder sollen. Um 16 Uhr gibt es einen etwa einstündigen musikalischen Abschluss. Arbeitsgruppen, Mittagessen und Abschluss finden statt im Gymnasium am Stoppenberg, Im Mühlenbruch 51, 45141 Essen. Anmeldungen sind bereits möglich.