Das schon von Hofmanns Vater früher berichtete Geschehen konnte jetzt Enkelsohn Til via Internet-Recherche bestätigen. Er fand nämlich weitere Bilder des weinenden Kindersoldaten Hans-Georg Henke, diesmal neben der seit damals existierenden Scheunen-Mauer sitzend. Die Form der Backsteine auf dem am 29. März 1945 aufgenommenen Bild stimmt exakt mit der Mauer, wie sie der Betrachterin, dem Betrachter heute erscheint, überein.
Bislang wurde als Ort des vom amerikanischen Fotografen John Florea aufgenommenen Bildes Mecklenburg-Vorpommern angegeben. Dies entspricht auch den eigenen Schilderungen Henkes, der 1997 verstarb. Wie es zu dieser Darstellung kam, lässt sich heute nicht mehr abschließend klären. Durch den Fund des Bildes mit der Scheunen-Mauer ist die Sachlage jedoch eindeutig.
Das Bild des weinenden Kindersoldaten Hans-Georg Henke hatte Friedrich Hofmann erstmals auf der Titelseite der evangelischen Jugendzeitschrift „baustein“ vom Mai 1970 entdeckt. Pfarrer Helmut Hofmann besitzt das Heft bis heute. Die Familie erfuhr auf diese Weise, dass das Foto auf ihrem Hof entstand.