Pressemitteilung

13 Stationen des Leids und der Leidenschaft

  • 22.01.2013

Zwölf Künstlerinnen und Künstler gestalten die 13 weltlichen Orte, die Leid und Leidenschaft verbinden sollen, auf unterschiedliche Weise mit Wort und Ton zum Anhören. Initiiert wurde das Projekt von den beiden kirchlichen Bildungswerken Evangelisches Forum Bonn und Katholisches Bildungswerk Bonn, sowie dem Bonner Kunstmuseum in Zusammenarbeit mit den jeweiligen örtlichen evangelischen und katholischen Gemeinden. Der Titel in Langversion: „PassionenStationen – Akustische Markierungen zum Thema Leid und Leidenschaft“.

Pfarrer Prof. Dr. Axel von Dobbeler, Leiter des Evangelischen Forums Bonn, sagt, dass die christliche Passion in ihrer „doppelten Bedeutung von Leiden und Leidenschaft“ auch eine Schlüsselfunktion in der allgemeinen „kulturellen Entwicklung der Menschheit“ innehat. Um das Bewusstsein hierfür zu stärken, wird nun der Passion Christi gedacht – zum Beispiel am Bahnübergang Kessenich, am Biomedizinischen Zentrum und am Botanischen Garten/Ecke Reuterstraße.

Die Pfarreien und evangelischen Kirchengemeinden waren zunächst aufgefordert worden, auf ihrem jeweils gemeinsamen Gemeindegebiet säkulare Orte des Leids und der Leidenschaft im öffentlichen Raum zu benennen. So entstand die Auswahl der 13 Orte. Dazu gehören öffentliche Plätze, städtebauliche Schnittstellen und ein Wald, eine Schule, ein Kiosk, ein Ruderclubhaus.

Innehalten an der Bahnschranke

Am Bahnübergang Kessenich suchen immer wieder Menschen den Freitod, doch gleichzeitig stellt er eine Verbindung in die Welt und Freiheit dar, so die Idee. An der Bahnschranke stehend werde man im wahrsten Sinne des Wortes aufgerufen zum Innehalten. Im Biomedizinischen Zentrum treffen das Leiden der Patienten und die Leidenschaft der Wissenschaftler, die an der Heilung von Krankheiten arbeiten, direkt aufeinander.

Zum dritten Beispiel: Nur durch eine Hecke getrennt ist der Botanische Garten, eine Oase der Stille und des Verweilens, von der vierspurigen Bundesstraße 9, die für die Hektik und den Lärm des Alltags steht.

Zu den „PassionenStationen“ gibt es am Samstag, 16. Februar, 16 Uhr, im Schumannhaus eine Auftaktveranstaltung. Das Kunstprojekt läuft bis 31. März.