Der Tagungsort ist mit dem Maritim Hotel Bonn, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 1, derselbe wie im Februar 2025. Aber 2026 kehrt die Landessynode mit ihrem Sitzungstermin nicht nur vom Februar in den lange üblichen Januar zurück, sondern kommt vom 16. bis 20. Januar auch nur fünf Tage zusammen. Diese Verkürzung um einen Tag wird in den kommenden zwei Jahren getestet, ebenso die erstmalige Tagung über ein komplettes Wochenende. Das soll Synodalen, die nicht Mitarbeitende der Kirche sind, die Vereinbarkeit von Beruf und Ehrenamt erleichtern.
Für die Tagung bedeutet das: Alles wird verdichteter, gleichzeitig ist das Ziel, die Zahl der wirklich notwendigen Entscheidungen zu reduzieren. Pro-Forma-Abstimmungen sollen möglichst vermieden werden. Auch die während der Coronazeit etablierten Einbringungsvideos bieten die Möglichkeit für die 184 stimmberechtigten Synodalen (97 Männer und 87 Frauen), sich schon vorab zu informieren, sodass auf eine Einbringungsrede zu den Vorlagen in den Ausschüssen verzichtet werden kann. „Aber alles, was besprochen werden muss, soll besprochen werden und auch die Zeit haben, besprochen zu werden“, versichert Jochen von der Heidt, als Leiter der Präsidialkanzlei auch Cheforganisator der Landessynode.
Eröffnungsgottesdienst in der Kreuzkirche
Die Tagung beginnt am Freitag um 11 Uhr mit dem Eröffnungsgottesdienst in der Bonner Kreuzkirche. Die Predigt übernehmen mit Annette Vetter, Sammy Wintersohl und Prof. Dr. Lorenz Narku Laing drei nebenamtliche Mitglieder der Kirchenleitung. Die 1. Plenarsitzung am Freitagnachmittag steht ganz im Zeichen des „Berichts über die für die Kirche bedeutsamen Ereignisse“ von Präses Dr. Thorsten Latzel.
Grußworte aus dem Saarland und Westfalen
Die 2. Plenarsitzung am Samstagvormittag beginnt mit Grußworten der saarländischen Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) und der westfälischen Präses Adelheid Ruck-Schröder. Im Anschluss an den Finanzbericht wird dann mit der Finanzstrategie für die Kirche der Zukunft das dominierende Thema der Synode eingebracht. Für eine erste nicht öffentliche Beratungsrunde zur Finanzstrategie teilt sich die Synode danach in zehn Arbeitsgruppen auf. Der Samstagnachmittag und der komplette Sonntag sind den nicht öffentlichen Ausschussberatungen vorbehalten. In ihnen wird es auch an erster Stelle um die Finanzstrategie gehen, ehe ein Redaktionsausschuss am Sonntagabend die Änderungen zu einer Gesamtvorlage für das Plenum bündeln soll.
Bildungscampus, Pfarrstellenplan, Dienstverhältnisse
Montag und Dienstag tagt die Landessynode dann wieder komplett öffentlich. Dabei stehen neben den Beschlüssen zur Finanzstrategie unter anderem der Theologische Bildungscampus in Wuppertal, der Pfarrstellenplan 2040 und die Umgestaltung öffentlich-rechtlicher Dienstverhältnisse auf der Tagesordnung.
Neben den stimmberechtigten Synodalen werden weitere Personen teilnehmen. Die Kirchenleitung hat 25 Mitarbeitende zur Beratung hinzugezogen und rund 50 Personen eingeladen, als Gäste nach Bonn zu kommen. Die öffentlichen Plenarsitzungen können wieder im Livestream verfolgt werden.