Gebäudelösung für das Haus der Landeskirche

Die Evangelische Kirche im Rheinland will sich von ihrem bisherigen Dienstgebäude auf den Grundstücken an der Hans-Böckler-Straße 7 und 35 in Düsseldorf trennen. Der Bau aus den 1970er Jahren sei erheblich sanierungsbedürftig, auch in energetischer Hinsicht, heißt es in der Beschlussvorlage. Zudem übersteige seine Bürofläche den heutigen Bedarf bei weitem, die Räume selbst entsprächen nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Arbeitsumgebung. Eine Sanierung oder ein Refurbishment des Bestandsgebäudes, sei jedoch „keine geeignete Option“, um den Mängeln abzuhelfen, führt die Vorlage weiter aus.

In ihrem Beschluss beauftragt die Landessynode die Kirchenleitung daher, geeignete neue Räumlichkeiten für das Haus der Landeskirche am Standort Düsseldorf bereitzustellen. Dies könne ein Neubau auf einem der Grundstücke an der Hans-Böckler-Straße sein, der Kauf oder die Anmietung neuer Räumlichkeiten. Auch der Ständige Finanzausschuss soll an diesem Vorgang beteiligt werden.

Hohe Standards und Erreichbarkeit gehören zu den Kriterien für die neuen Büroräume

An die neuen Räumlichkeiten hat die Landessynode verschiedene Anforderungen definiert: So sollen diese „hohe energetische Standards“ erfüllen, um im Zuge des landeskirchenweiten Prozesses „Klima.Gerecht.2035“ spätestens ab 2035 treibhausgasneutral betrieben werden zu können. Auch in Zukunft müssten sich die Büros an verändernde Bedingungen anpassen lassen, sollte etwa der Raumbedarf weiter abnehmen. Eine gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln stellt eine weitere Voraussetzung dar. Erstrebenswert sei zudem die gemeinsame Nutzung von Büroflächen mit anderen kirchlichen Körperschaften.

Auch über die Nutzung der beiden Grundstücke an der Hans-Böckler-Straße hat die Landessynode in ihrem Beschluss entschieden. Sie sollen durch eine Neubebauung „ökologisch, ökonomisch und soziokulturell nachhaltig“ nutzbar gemacht werden. Der Schwerpunkt solle dabei auf der Schaffung von Wohnraum liegen, wobei Flächen für ein neues Haus der Landeskirche vorgesehen werden könnten.

Beispielhaftes Vorgehen für den Umgang mit Grundstücken

„Das Vorgehen wird beispielhaft sein für die Überlegungen in Kirchenkreisen und Gemeinden, was sie mit ihren Grundstücken machen sollen“, warb der Synodale Markus Zimmermann bei der Einbringung der Beschlussvorlage ins Plenum für die Zustimmung der Landessynodalen. Mit den Grundstücken könnten Einnahmen etwa aus Erbpacht erzielt werden, die durch den Rückgang der Kirchensteuer sonst verloren gingen. „Und deswegen ist das auch ein Appell“, erklärte Zimmermann, „da, wo es möglich ist, keine Grundstücke zu verkaufen, sondern sie durch einen Investor bebauen zu lassen und möglichst effektiv zu nutzen“.

  • Simone Becker
  • ekir.de