Nur noch 700 Pfarrstellen im Jahr 2040

Die Evangelische Kirche im Rheinland geht davon aus, im Jahr 2040 nur noch 700 Pfarrstellen zu haben. Auf diese Zielzahl hat sich die Landessynode verständigt. Der Landessynode 2026 soll ein Vorschlag vorliegen, wie diese Pfarrstellen dann verteilt werden.

Vor neun Jahren hatte die Synode erstmals eine Zielzahl festgelegt, damals für das Jahr 2030. Dann sollen im Rheinland noch 1000 Vollzeitpfarrstellen vorgehalten werden. Die neue Zielzahl für 2040 ist die niedrigere der beiden vorliegenden Alternativen: Zur Wahl hatten auch 800 Stellen gestanden. Allerdings wird die neue Zielzahl „atmen“ können: Am Pfarrdienst interessierten Menschen soll offensiv vermittelt werden, dass Bewerbungen auch über die Zahl 700 hinaus willkommen sind. Aber schon um die beschlossene Zielzahl zu erreichen, sind pro Jahr 25 Neuzugänge erforderlich.

Verteilmodell wird vorerst beibehalten

Die Pfarrstellen werden wie bisher auf die Kirchenkreise nach Gemeindegliederzahl und einem Flächenkorrekturfaktor heruntergebrochen. Das Verhältnis von gemeindlichen Pfarrstellen, Schulpfarrstellen und weiteren funktionalen Diensten wird damit vorerst beibehalten. Ob dieses Verteilmodell noch zeitgemäß ist, soll bis 2026 geklärt werden. Die Kirchenkreise und Kreissynoden sind aufgefordert, in diesem Jahr darüber zu entscheiden, welche wesentlichen Gesichtspunkte ihnen für die künftige Gestalt der Kirche wichtig sind. Aus den Rückmeldungen der Kirchenkreise wird dann für die Landessynode 2026 ein Konzept zur Verteilung der Pfarrstellen erarbeitet.

Anträge, Pfarrstellen der Krankenhaus- und Notfallseelsorge aus dem Kontingent der Kirchenkreise herauszunehmen, wurden zurückgestellt und sollen nun in den Beratungsprozess zur künftigen Verteilung der Pfarrstellen einfließen.

  • Ekkehard Rüger
  • Ralf Peter Reimann