Landessynode fordert ausreichend Mittel für die Kindergrundsicherung

Die Landessynode hat sich auf ihrer Tagung auch mit der Bekämpfung von Kinderarmut in Deutschland befasst. Die von der Bundesregierung geplante Kindergrundsicherung reiche bei weitem nicht aus, heißt es in dem Beschluss, den die Landessynode am Freitag, 19. Januar, auf ihrer Tagung gefasst hat. Die Bundesregierung müsse ausreichend Mittel für die Kindergrundsicherung zur Verfügung stellen, fordert sie und bittet die Evangelische Kirche in Deutschland, sich dem Beschluss anzuschließen und das Anliegen „in geeigneter Weise in die Beratungs- und Entscheidungsprozesse der Politik“ einzubringen.

Auch der rheinische Präses, Dr. Thorsten Latzel, hat in seinem „Bericht über die für die Kirche bedeutsamen Ereignisse“ auf das hohe Armutsrisiko von Kindern und Jugendlichen und ihren Familien hingewiesen. „Es ist eine Schande, dass Kinderreichtum eines der größten Armutsrisiken ist“, erklärte er am vergangenen Montag vor den Synodalen. Jedes fünfte Kind beziehungsweise jeder fünfte Jugendliche in Deutschland gelte als arm. „Das prägt Menschen ihr Leben lang“, erklärte Latzel und forderte: „Wir brauchen ein Umsteuern und Umverteilen in der Gesellschaft.“

  • Simone Becker
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