Sondersynode diskutiert Zukunft der Kirchlichen Hochschule Wuppertal

Oberstes Leitungsgremium der rheinischen Kirche tagt vom 6. bis 11. Juni

  • 16.5.2024
  • Cornelia Breuer-Iff und Ekkehard Rüger
  • EKiR/Ekkehard Rüger

Düsseldorf. Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland hat eine außerordentliche Landessynode zur Zukunft der Kirchlichen Hochschule (KiHo) Wuppertal einberufen. Die Tagung findet vom 6. bis 11. Juni 2024 digital statt.

„Die Frage, wo es mit der Kirchlichen Hochschule hingeht, braucht eine längerfristige Klärung“, betont Präses Dr. Thorsten Latzel. Den Mitgliedern der Landessynode werde dazu ein Spektrum unterschiedlicher Modelle und Entscheidungsoptionen vorgelegt. Auch die Kirchliche Hochschule selbst sei eingeladen worden, ihre Perspektive in den Prozess einzutragen. Zur Diskussion stehen jetzt vier Optionen: die Fortführung und Weiterentwicklung der KiHo, die Schließung der KiHo zum nächstmöglichen Termin, die Schließung der KiHo in Verbindung mit einer neuen Form der Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal sowie der Erhalt der KiHo bei gleichzeitiger Transformation in ein Basismodell „Theologischer Bildungscampus“ mit schrittweiser Reduzierung des Zuschussbedarfs. Bei Mehrheiten für Option eins oder zwei könnte eine Entscheidung schon im Juni fallen. Bei Mehrheiten für Option drei oder vier würde eine Steuerungsgruppe den gewählten Vorschlag bis zur ordentlichen Synode 2025 noch einmal präzisieren.

Gesamtkirchliche Entwicklung, Lage der Fakultäten und künftiger Bedarf

Die Zukunft der Kirchlichen Hochschule Wuppertal beschäftigt die kirchlichen Leitungsgremien seit Langem. Zuletzt haben die rheinischen Landessynoden 2015 und 2020 Beschlüsse zu ihrer Zukunft und den finanziellen Aufwendungen gefasst. „Die Frage nach der Zukunft der Hochschule steht inhaltlich im weiteren Horizont der gesamtkirchlichen Entwicklung, der Situation an den theologischen Fakultäten und künftiger Bedarfe hinsichtlich akademischer Theologie und Nachwuchsausbildung“, so der Präses in einem Schreiben an die Landessynodalen, in dem er die außerordentliche Synodentagung angekündigt hatte. Der Kirchenleitung sei es wichtig, dass eine so weitreichende Entscheidung synodal diskutiert und getroffen werde.

Aktuelle Kosten und deren Verteilung

Derzeit trägt die Evangelische Kirche im Rheinland im Jahr 2,77 Millionen Euro der Kosten, die Evangelische Kirche von Westfalen ist mit 750.000 Euro beteiligt. Der Zuschuss der Evangelischen Kirche in Deutschland zum KiHo-Betrieb von 720.000 Euro wird bis 2030 auf 560.000 Euro abgesenkt.

Digitaler Eröffnungsgottesdienst am Donnerstag, 6. Juni, ab 18 Uhr

Die Sondersynode beginnt am Donnerstag, 6. Juni, um 18 Uhr mit einem digitalen Eröffnungsgottesdienst. Die Predigt hält Dr. Wibke Janssen, hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung und Leiterin der Abteilung Theologie und Ökumene im Landeskirchenamt. Die Synodalen nehmen ihre Beratungen eine halbe Stunde später auf. Sonntag und Montag sind den nicht öffentlichen Ausschusssitzungen vorbehalten. Die 2. Plenarsitzung findet am Dienstag, 11. Juni, ab 18.30 Uhr statt. Sitzungsunterlagen und der Livestream der öffentlichen Beratungen können unter landessynode.ekir.de abgerufen werden.