Vizepräsident: Klären, wer künftig welche Aufgaben wahrnimmt

Landessynode: Bericht über Strukturmaßnahmen

Der Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland, Christian Drägert, hat heute bei der Tagung der Landessynode in Bad Neuenahr über die Umsetzungen der auf der außerordentlichen Landessynode 2006 beschlossenen Sparmaßnahmen berichtet. Damals waren Einsparungen von 20 Prozent bis 2012 gegenüber dem Haushalt 2006 beschlossen worden.


Insgesamt, so führte Drägert aus, laufe die Umsetzung der Spar- und Strukturmaßnahmen planmäßig. Doch es „wird immer deutlicher, dass die Maßnahmen nicht ausreichen, um die Evangelische Kirche im Rheinland auf die nächsten Jahrzehnte vorzubereiten“. Er verwies auf die demografische Entwicklung und die absehbare negative Kirchensteuerentwicklung. Denn die „bis 2012 zu erzielenden Maßnahmen reichen schon jetzt nicht mehr aus, um einen ausgeglichenen Haushalt auf landeskirchlicher Ebene herzustellen“, warnte er. So müsse geklärt werden, welche Aufgaben in Zukunft durch die landeskirchliche Ebene wahrzunehmen seien und wie die Aufgaben zuzuordnen seien, um die Erfüllung kreiskirchlicher Aufgaben sicherzustellen. Man müsse ebenso die Verteilung von Aufgaben zwischen Kirchenkreisen und Landeskirche überdenken und gegebenenfalls Finanzströme anpassen, betonte der leitende Jurist.


In Bezug auf die Umorganisation des Landeskirchenamtes im Februar 2009 räumte er „Detailschwierigkeiten“ ein, betonte jedoch, dass die „Rückmeldungen überwiegend positiv“ seien. Aus seiner Sicht „ist die Umstrukturierung alles in allem gut gelaufen“. Im Frühjahr ist eine externe systematische Auswertung der Umorganisation geplant. Und: „Es geht weiter.“ Der Stellenplanentwurf 2010 sieht 254 Stellen, von denen 33 nicht wieder besetzt werden. Ziel ist ein Personal-Soll von 221 Stellen. „Hier ist wirklich keine Luft mehr. Weitere Personaleinsparungen setzen die Einschränkung oder Beendigung von Aufgaben voraus.“


Im Bildungsbereich, also bei Schulen und Internaten, hatte die Landessynode 2006 beschlossen, 4,5 Millionen Euro zu sparen. Hier wurde inzwischen in der Verwaltung in „erheblichem Maße Personal reduziert.“ Drägert verwies auf die Gründung der Schulstiftung und darauf, dass Verwaltungsleiter mittlerweile nicht mehr nur für eine Schule zuständig sind. In diesem Jahr werde ein Konzept fertig gestellt, wie die verbliebenen Internate kostendeckend arbeiten können.

  • 11.1.2010
  • EKiR.de